Unterer Sprait - Wellenberg, Fußweg vom Glockenweg bis zum Richtplatz

Die erste Büschemer Stadterweiterung, die auf die Höhe zog. Oberhalb Bahnhof, Glockengraben, Obere Hauptstrasse. Evangelische Kirche, Behörden, Wasserreservoir, Villen. Ein Fußweg führt, vom Glockenweg abgehend, am alten Wasserreservoir steil nach den Hang hinauf. Teilweise im Zick-Zack. Ermöglicht so eine außerordentlich gute Durchlässigkeit durch diesen Bebauungsbereich. Ohne Schwitzen geht es hier nicht. Ende der 1980er Jahre war im Gespräch, den Freiraum um den funktionslosen alten Wasserhochbehälter in einen privaten Bauplatz zu wandeln. Das konnte sich zum Glück nicht durchsetzen. Solche Freiräume steigern die Wohnqualität eines Viertels. Das Sackgassenstück der Wellenbergstraße, mit Wohnhäusern und Amtsgebäuden aus den 1920ern, ist auf einer Straßenseite schön mit Bäumen besetzt. Und erlangt damit eine in Büscheme seltene Nutzbarkeit des Straßen- und Gehwegraumes. Ein steiler Weg ist der Kirchweg. Wohl eine alte Wegführung aufnehmend. Früher gingen die Wege den Berg, den Hügel direkt hoch, gern den steilsten Weg, frontal zu den Höhenschichtlinien. Und nicht in Schleifen, nicht in Kehren. Die Wohn- und Amtssiedlungsbebauung hier an Wellenberg / unterer Sprait, entlang der Sackgasse der Wellenbergstraße zeigt eines der schönsten Quartiere Büschemes, von der Architektur der Gebäude her, sowohl Wohnhäuser als auch der Amtsgebäude aus den 1920ern. Die Gestaltung der Wellenbergstraße im Endbereich mit Bäumen ist ein Versprechen einer Straßenqualität, die in Büscheme ansonsten in den Neubaugebieten nicht mehr erreicht wurde. Eine einzige Blüte blieb. Zudem bietet sich von den Höhen aus der Blick auf die Altstadt Büschemes, auf Brenner, Edelberg, Hammberg, Büchelberg auf einmalige Weise. Die Türme, Türmersturm und Kirchturm, der unbenannte Kirchenturm auf dem Mittelschiff, steigen enorm in die Höhe. Es erstreckt sich der lang hinziehende Blick ins Taubertal. Gen Dittigheim, Distelhausen, Gerlachsheim, Königshofen.