Edelberg VIII 2022

Der Edelberg sollte mit genauem Blick besucht werden. Im zweiten Blick finden sich Details, die sonst übersehen, nicht gesehen werden. Z . B. der alte Edelberg-Basis-Häcker-Weg. Größtenteils völlig von der grünen Grasvegetation überwachsen, damit unkenntlich, unsichtbar, zieht er knapp über der Edelberghohle den Edelberg entlang. Vom Hungerquellenhang bis zur Mündung Schlösserbergsweg / Todesschlittenbahn. Möglicherweise weiter bis Richtung Klinglerinkreuz, alte Würzburger Straße. Ein sehr schmaler Weg. Nur für Häcker. Und deren Arbeitsnotwendigkeiten zum Häckern, zum Hacken. Früher. Nicht für ackerbauliche Fuhrwerke geeignet. Knapp einen Meter breit. Dafür zur Edelberghohle mit einer kurzen aber steil abfallenden Böschung. 


Der heutigen Büschemer Jugend ein sehr großes lautstarkes Bravo zugerufen. Für den Bau eines imposanten Baumhauses. Der unerfüllte Jugendträume eröffnet. Leider spielen hier die Erwachsenen wieder mal nicht mit. Statt die Edelbergjugendpioniere zu fördern, zu unterstützen, Verhinderung, Drangsal, Anzeige. So kann man die Jugend endgültig vertreiben. Innovatives jugendbürgerschaftliches Engagement eindämmen, beenden. Kein Wunder, wenn diese schaffensbereite Jugend dann am Ende der Jugendzeit Büscheme endgültig Ade sagt. Hier wäre auch die Stadt gefordert, jugendspielkulturelle Freiräume in der Landschaft, besonders auf dem Edelberg zu eröffnen, zu fördern, zu unterstützen.


Auch zum Wandern geeignet ein für BMX-Räder angelegter Jump-Weg, vom Schlösserbergweg abgehend, der sehr jungen Büschemer Radjugend. Es besteht ein Wunsch an die Stadt die Jugendwohlfahrt zu fördern - auch gerade im Außenbereich, auch bei außergewöhnlichen Aktivitäten, durch die Anlage eines Jump-Parcours.


Der Edelberg könnte zudem auch mit einem Weg entlang der Landstraße an der Hartmannshelle weiter besser erschlossen werden, erreichbar werden, ohne erst den Anstieg über den Brenner zu nehmen. Unerklärlich, warum der ausgebaute Weg entlang der Hadermannshelle sich nicht fortsetzt bis zur Brücke an der Edelbergshohle.


Auf zwei äußerst unbekannte Orte am Edelberg, genauer auf seiner Schlösserbergsseite, sei noch hingewiesen. Auf das Kremersloch (49.63325912471625, 9.686039215246874, siehe Google Maps), fotografiert von Hendrik Beierstettel. Ein Relikt vom Bombenangriff auf Tauberbischofsheim, auf die Büschemer Gemarkung vom Juli 1944. Ein Bombentrichter, ein Bombenloch im Boden, verursacht durch eine Sprengbombe (es fielen noch wesentlich mehr auf Büschemer Boden). Mit Anlaß auch für die Einführung des Büschemer Liobafeiertags, mit dem gefeiert wird, dass Büscheme ohne allzu große Zerstörungen aus dem 2. Weltkrieg herauskam. Am Bombenloch ist auf einem Stein ein Schild mit den Namen B. und L. Kremer angebracht, also Babett und Leo Kremer, dem Plonkel der Büschemer Faschingskröten (Siehe auch unter Liobakirche).


Zudem ein weinhäckerliches Relikt, auch auf der Schlosserbergsseite des Edelbergs, ebenfalls von Hendrik Beierstettel fotografisch ins Bild gesetzt: Eine Häcker-Ruhebank (49.63263546340282, 9.686106270467684, ebenfalls Google-Maps) oberhalb des Schlössersbergpfades bzw. -weges.


Edelberg-Basis-Häcker-Weg