Angriff auf das Landschaftsensemble der Laurentiuskapelle

Seit Ende September 2019 wird mit Stickel die Trasse für die Verbundleitungen vom neuen Hochbehälter runter zur Edelberghohle / Würzburger Straße abgesteckt. Planerischer Wahnsinn zeigt sich an einer der landschaftssensibelsten Stellen, dem Landschaftsensemble bei der Laurentiuskapelle. Hier stehen nicht nur die Kapelle, sondern an der einen Außenwand drei der ältesten Büschemer Steinkreuze. Zudem ist hier noch ein kleiner wunderschöner Rest der alten Steige, der Laurentiusberghohle mit einer unter Naturschutz stehenden Linde vorhanden. Gegenüber ergänzt durch die hierher migrierte Friedrichssäule. Und da mitten hindurch geht die Planung! Knapp an der alten Laurentius-Linde vorbei. Die weitere Linde wird schon zur Entfernung verdammt. Wer die bisherigen Breiten der Trassenführung beobachtet hat, der weiß von vornherein, dass hier der Platz zu eng ist. Zudem muss hier eine sehr steile Böschung überwunden werden. Das wird Bodenabtrag in Höhe der Baumwurzeln der alten Linde bedeuten. Und wohl auch deren Ende. Das kann hier nicht gut gehen. Und das kann hier auch nicht gut geheißen werden. Eine alternative Führung um die Kapelle herum wäre möglich. Auch wenn dort Telefonkabel liegen. Wie sowieso in diesem Bereich auch weitere Leitungen wie Gas liegen. Das muss also sowieso bei der Bauführung beachtet werden. Die alte unter Naturschutz stehende Laurentius-Linde dagegen wäre bei einem Baueingriff direkt an ihr bedroht. Hier muss der Naturschutz vorgehen. Schon merkwürdig, dass die untere Naturschutzbehörde hier keinen entschiedenen Einspruch erhoben hat. 


Die Planungen sind zu sehen unter:

https://www.tauberbischofsheim.de/start/buergerservice+_+wohnen/infos.html



Naturdenkmal alte Laurentius-Linde