Bahnhof II

Der Büschemer Bahnhof hatte keine Lokschau wie der Laudaer Bahnhof. Auf dem permanent Dampfloks hin und her fuhren. Der Büschemer hatte das in Richtung Königheim abfahrende Gleis. Zwei Gleise für die Tauberbahn. In Richtung Wertheim. Nach Lauda. 


In Büscheme rangierte eine Köf. Eine Kleinlokomotive - ölmotorig (also Diesel) und flüssigkeitsgetrieben. Vereinfacht Büschemer Bähnle genannt. Das auch Güterwagen in Richtung Dittwarer Bahnhof, nach Königheim verschob.


Es gab aber noch weitere Abstellgleise für den Güterverkehr. Links und rechts der Hauptgleise. Güter wurden auf beiden Seiten an- und abtransportiert. Bauern mit ihren Produkten. Getreide am Siloturm des Lagerhauses. Kohle beim Kohlenkarges.


Die Gleisanlage des Tauberbischofsheimer Bahnhofes wurde im Laufe der Jahrzehnte immer mehr um weitere Nebengleise erweitert. Die zum Gütertransport, zum Abstellen von Loks und Wägen, zum Verladen der Panzer der Tauberbischofsheimer und Külsheimer Kaserne dienten. Ein Einschnitt war die Entfernung von Gleis 2. Einem Durchgangsgleis. Das ungefähr auf der Höhe des Stellwerkes in Richtung Wertheim abgeschnitten und auch entfernt wurde. Die Abwicklung des Güterverkehrs ging immer mehr zurück. Ein früher Verlust waren die Abrisse der Gebäude neben dem Bahnhof (heutiger ZOB Bereich). Die zum Einsammeln von Milch und deren Versand zur Mannheimer Milchzentrale errichtet waren. Ebenso einschneidend war der Abriss der großen Lagerhauses. Ab 2013 erfolgte der radikale Umbau der Gleisanlagen und der Bahnsteige. Die vielen Nebengleise verschwanden nun und auch die beiden verbliebenen Stellwerke.