Vitryallee, ehemals Weg auf dem hohem Wall, Weeg vom Taubst

Die Vitryallee verrät heute nichts mehr von den kleinen Kurven und Steigungen des früheren engen Weges, der sich vom Grabenweg in Richtung Festhalle / Gymnasium fortpflanzte. Sie verrät auch nichts mehr in ihrer Geradlinigkeit von der früheren phantastischen Kleinlandschaft, einer Mischung aus Natur- und Kunstlandschaft. Streuobstwiesen, Kanal und Kanalbrücke über den Brehmbach. Die Verlegung des Brehmbaches befreite die Daubst von den Überschwemmungen, aber auch vom erlebbaren Verlauf des Brehmbaches. Zerstörte aber auch die nahezu phantastisch anmutende Kleinlandschaft der Überquerung des Brehmbaches durch den Zuführungsgraben der Tauberwiesenbewässerung. Über eine eiserne Brücke, mit diagonalen Querstreben, auf denen wir waghalsig herumjonglierten. Diese Brücke war in den 1960er Jahre sowieso nicht mehr ganz dicht. Wasserfallartig plätscherte das Wasser, das der Tauberwiesenbewässerungsgraben von Dittigheim her transportierte zum Zwecke der Bewässung der Wiesen und herrlichen Streuobsthochstammbäume, in den Brehmbach. Der kurz vor der Tauberbrücke in die Tauber mündete. Irgendwie verschwand dann der Kanal der Tauberwiesenbewässerungsanlage, der in der Böschung des Tauberwalls bzw. des Wörtplatzes geführt wurde, unter der Erde, unter dem Wörtplatz hindurch und tauchte dann wieder als offener Kanal auf. Mit der Ausgestaltung der Vitryallee verschwanden die Höhenunterschiede auf der Straße hinter zum Gymnasium und die nun überflüssigen Reste der Tauberwiesenbewässerungsanlagen. Hauptzweck der Vitryallee ist der Transport, der An- und Abweg der Schüler zum Gymnasium, ist der Aufmarschplatz des Umzuges zum Altstadtfest, und seine dienende Funktion als kurzer Zuweg zu den Parkplätzen.