„Die Frankenthaler", ein Roman über Tauberbischofsheim von dem aus Gissigheim stammenden Schriftsteller Wilhelm Weigand

„Die Frankenthaler", ein Roman über Tauberbischofsheim von dem aus Gissigheim stammenden Schriftsteller Wilhelm Weigand.

 

Weigands „Frankenthaler", der „erste Heimat-Roman seiner Generation" (Wilhelm Oeftering), beschäftigt sich mit einer Kleinstadt in Franken – als Tauberbischofsheim identifizierbar - während der industriellen Modernisierungsphase der Wilhelminischen Zeit. Weigand gibt in späteren Auflagen das Jahr 1889 als Geschehenszeit an. Das ist auch das Jahr, in dem das Buch erschienen ist. Geschrieben wurde das Buch in Berlin 1888. Es ist Weigands Erstlingswerk. Die erlebten großstädtischen Erfahrungen der industriellen Umwälzungen, die Entstehung eines Proletariats, aber auch die damals aktuellen literarischen Strömungen des Naturalismus führten bei Weigand zu einer zwiespältig scheinenden Mischung aus exakt nachzeichnendem Realismus der Alltagslebewelt, aber gleichzeitig als antimodernistisch auftretende Flucht in die Heimatkultur, in ein stark betontes regionales Frankentum und in eine kaum begreifbare Überhebung der Rolle des Landadels.

 

Seine eigene tauber-fränkische Herkunftsregion empfand Weigand, in den Großstädten Berlin und München wohnend, als rückständig, als soziales und kulturelles Hinterland, was infolge der Provinzialisierung dieser Region nach 1800 generell zutrifft. Unsere Region war in Baden „ein desintegrierter Landesteil" (Wolfgang Seidenspinner), nicht grundlos als Badisch-Sibirien gebrandmarkt. Ihm deshalb notwendige Veränderungen und Reformen auf dem Land, in der Provinz durchzuführen, traut Weigand weder dem Bürgertum, noch den kleinen Leuten, noch dem sozialistisch-revolutionären Proletariat zu, sondern dem Landadel, der mit Mustergütern die landwirtschaftliche Produktivität steigern sollte. Weigand fühlte sich selbst, obwohl ein Bauernsohn, als „Sozialaristokrat", der sich zudem nach dem 1. Weltkrieg als „Blut-und-Boden"-Schriftsteller vielfach in einem primitiven Antisemitismus gefiel, von dem die späten überarbeiteten Auflagen des Frankenthalers nicht frei sind! Seine aus Jugenderinnerungen emotional aufgeladenen Landschaftsbeschreibungen unterliegen einer verklärenden Sprache, der Überbetonung der einheimischen Scholle und der bäuerlichen Bodenhaftung.

 

Wer das Buch „Die Frankenthaler" zum erstenmal in die Hand nimmt und Tauberbischofsheimer Spuren darin sucht, wird zunächst enttäuscht und wenig vertrautes darin finden. Zu beachten ist, dass das Buch von Weigand immer wieder bei Neuauflagen überarbeitet wurde und erst in den späteren Auflagen deutlich vertauberbischofsheimerisiert wurde, insbesondere durch geschichtliche Fakten, die aus Julius Berberichs Geschichte der Stadt Tauberbischofsheim von 1895 entlehnt wurden. „Die Frankenthaler" haben Weigand ein Leben lang beschäftigt! Vielfach treten die „Frankenthaler" als Kompendium regionaler Geschichtsdetails auf, die Weigand äußerst geschickt in diesem Roman bündelt, neben geschichtlichen Erfindungen und Einführungen aus Weigands schriftstellerischer Phantasie. Weigand beherrscht die Kunst des Einbaus von Zitaten, die er aber gern spielerisch verfremdet.

 

Frankenthal liegt in der Region „Überfranken" bzw. „Kleinfranken", auch als „Heiliges Land" bezeichnet. Das entspricht durchaus dem damals fehlenden Status einer gelungenen positiven Regionsbenamung. Begriffe wie „Badisches Frankenland", „Madonnenländchen" haben sich erst nach 1910 entwickelt. Die heutige Regionsbezeichnung Tauber-Franken war damals unbekannt. Man könnte Wilhelm Weigand dennoch als den ersten Schriftsteller Tauber-Frankens bezeichnen, da der tauber-fränkische Raum sein regionales Sujet bildet. Eine kleine geographische Bösartigkeit an Tauberbischofsheim erlaubte sich Weigand, indem er Frankenthal am Main verortete (Novelle „Der Messiaszüchter"). In der Novelle „Die Hexe" wandert Frankenthal gar in den Raum zwischen Walldürn und Mainz ab!

 

Frankenthal ist eine Reichsstadt (durchaus von den Laufwegen an Rothenburg o.d.T. erinnernd), Tauberbischofsheim dagegen eine Amtsstadt, die Jahrhunderte lang vom Weinanbau bestimmt war, aber den dominierenden Wirtschaftsfaktor Wein nach 1800 verloren hatte. Der kurmainzische Teil Tauberbischofsheim entfällt damit, somit auch das kurmainzische Schloss. Der Türmersturm wird dem Rathaus zugeordnet. Weigand gibt Frankenthal eine Einwohnerzahl von 12.000, also weit über der der Tauberbischofsheims zu dieser Zeit (2.585 im Jahre 1852 und 3.435 im Jahre 1900). Frankenthal ist viel weniger katholisch als Tauberbischofsheim, wenig von der Gegenreformation geprägt, das erzbischöfliche Knabenkonvikt existiert nicht.

 

Die modernen Seiten Tauberbischofsheims, das Amtsviertel an der Schmiederstrasse, die neuen Dienstgebäude am Sonnenplatz, in der oberen Hauptstrasse, in der Bahnhofstrasse, sind im Frankenthaler nicht entdeckbar, die Amtsgebäude, die Schulgebäude Frankenthals befinden sich im historischen Stadtkern, in alten Gebäuden. Die bauliche Moderne der Gründerzeit tritt in Frankenthal nur bescheiden auf: ein Bahnhof, im Mainbundsandstein errichtet, an einer Zweiglinie liegend; eine Papierfabrik auf der rechten Flussseite; ein Villenviertel der vornehmeren Frankenthaler. Das Behördenviertel der Gründerzeit, das den Kleinstädten - mit zentraler regionaler Bedeutung und Funktionalität - direkt in der Nähe zum alten Stadtkern liegend, vielfach in Richtung des Bahnhofes gerichtet, typisch ist, fehlt Frankenthal.

 

Frankenthal erscheint so weniger modern, als das wesentlich kleinere Tauberbischofsheim, das in diesen Jahren trotz fehlender Industrialisierung aufgrund der gewachsenen Behördenzentralität bevölkerungsmäßig und baulich zunahm. Tauberbischofsheim als Mittelzentrum trägt in sich das geographische Prinzip der Selbstverstärkung der behördlichen Zentralität (es setzte sich im 20. Jahrhundert gegen die ehemaligen Residenzstädte Wertheim und Bad Mergentheim als Kreissitz und Sitz wichtiger Behörden durch). Das Frankenthal Weigands ist dagegen durch Stagnation und Depression gekennzeichnet. Eine Zugehörigkeit Frankenthals zu Baden ist nicht erkennbar, vielmehr die Nähe zu Würzburg.

 

Die Weinbergtagelöhner, also die Häcker und das in der Papierfabrik arbeitende neue kleinstädtische Proletariat wohnen in den „schlechten" Stadtviertel, Hadmarshelle genannt, der Bischemer „Türkei" entsprechend. Frankenthal ist eine Stadt der behäbigen, kleinlich deckenden Ackerbürger, des Weinanbaus. Im Weinanbau ist Frankenthal Tauberbischofsheim sehr nahe, auch wenn der Weinbau in Tauberbischofsheim in dieser Zeit schon wesentlicher niederlag. Die ehemaligen Weinhäcker Tauberbischofsheims waren größtenteils längst in die Migration in städtische Ballungszentren wie Mannheim gegangen oder nach Amerika ausgewandert. Die Weingebiete Frankenthals liegen auf der linken Talseite, hinter dem Wald des Stöckichts, der ungefähr dem Höhberg entspricht, aber näher als dieser an der Stadt liegt. Die guten Weinberglagen Frankenthals liegen ungefähr dort, wo die heutigen Weinberge Dittigheims sind!

 

Die Ummauerung Frankenthals, obwohl vom Umfang wesentlich größer als der Tauberbischofsheims, wies 21 Türme auf, deren Anzahl Berberich entnommen wurde. Die Niederlegung dieser Ummauerung ist äquivalent der der Tauberbischofsheims, die Beschreibung der Reste der Stadtmauern, der Wälle, ist identisch. Die Beschreibung der landschaftlichen Gegebenheiten der rechten Talseite Frankenthals ist übereinstimmend der von Tauberbischofsheim.

 

Dem Türmersturm wurde in Frankenthal ein riesiger „Mohrenkopf", dessen Zunge aus- und einfuhr, dessen Augen rollten, als Turmknopf aufgesetzt. Die Frankenthaler waren als Zungenblecker berüchtigt. Franz Gehrig wies in seiner Gissigheimer Ortschronik nach, dass den alten – niedergerissenen – Gefängnisturm des Ortes solch eine „Mohrenkopfuhr" zierte! Weigand verpflanzte gern Gissigheimer Gegebenheiten nach Frankenthal! Frankenthal ist somit mehr als eine kleinstädtische Illustration Tauberbischofsheim, es ist eine historische Kulmination tauber-fränkischer Kleinstädte und Dörfer.

 

Im Frankenthaler Appental, geographisch das reale Appental des Steinberges (Stammberg) abbildend, aber wesentlich größer und wasserreicher, verwirklichte Weigend im Frankenthaler seine aristokratischen Wunsch- und Wahnbilder. Dort stand das nach Plänen von Balthasar Neumann erbaute Schloss Monrepos der Fürsten von Weiningen mit Lustpark, Lustfrauen, Wasserkünsten, vornehmen Gesellschaften, einem Konzert mit Beethoven. Auch Napoleon auf der Flucht aus Russland übernachtete hier. Hier in diesem adeligen Reigen ist Frankenthal dem biederen, behäbigen, seit dem Bauernkrieg völlig unter dem mainzischen Joch stehenden Tauberbischofsheim am entferntesten, dem Antimodernismus Weigands am nächsten. Frankenthal gehört wie Tauberbischofsheim vor dem Bauernkrieg zum Bund der Neun-Städte, die bürgerlich selbstbewusst ihre Ansprüche im mainzischen Oberstift einbrachten und verwirklichen wollten. Die Niederlage im Bauernkrieg bedeutete für Tauberbischofsheim über Jahrhunderte hinweg den Verlust der Selbstbestimmung und förderte mehr einen traditionierten Untertanengeist, während die Frankenthaler als Reichsstädter den Kopf höher trugen. Der Verlust des bürgerlichen Engagements in der Landschaft des kurmainzischen Oberstiftes, das Hineinregieren von Oben in kleinstädtische Angelegenheiten führte nebenbei bemerkt zur inneren Erstarrung des Oberstiftes. Bei der Neuordnung der deutschen Länder weinte keiner lange der übermorschen mainzischen Hegemonialherrschaft nach.

 

Der spießbürgerliche Kleingeist, die betriebene Alltagskrämerei, die Scheinheiligkeit, da ist Frankenthal voll Tauberbischofsheim seiner Zeit. Verdient macht sich Weigand in der zur Sprachebringung des Tauberfränkischen Dialekts und das noch zeitlich vor den Taubergründer Sprachstudien von Otto Heilig (Wörterbuch sowie Grammatik der ostfränkischen Mundart des Taubergrundes 1894 bzw. 1898). Der Sprachwitz der kleinen Leute ist der der Bischemer, wie er sich besonders in den Gedichten Josef Dürrs niederschlug. Weigand schaute dem Bischemer Volk aufs Maul und verewigte den Dialekt literarisch. Die eher duckmäuserische Lebenshaltung äußert sich in Antworten wie „I sog net a-sou un sog net a-sou, dass mer net soge konn, i hätt a-sou gsot oder a-sou".  Ähnlich „Dr vorsichdige Doni" in einem Gedicht Josef Dürrs „Dess, dass dr Jörch ann Spitzbu iss, dess soach nid als wohr unn g’wiiß; dess aane narr, dess soach-i äuch: därr wu-mrs sejcht, demm glaaw’iss gleich!"

 

Ein kleines Meisterstück gelingt Weigand in der Beschreibung einer spontanen Ausschreitung des Frankenthaler Proletariats, das in dieser Form aufgrund fehlender Industrialisierung Tauberbischofsheims real gar noch nicht gab! Der „Hausier-Välte" konnte in einer schlitzohrigen Rede in einer Versammlung die Proleten zum Sturm auf das Wohnhaus des Aktionärs der Papierfabrik verführen: „… der Hausier-Välte hat mir Spaß gemacht: so muß man zu diesen Hinterwinklern sprechen: klar, grob, sinnfällig. Es leben die leeren Taschen!"

 

Weigand trifft haargenau das sozialdemokratische Problem mit der Provinz, mit den Kleinstädten: Die Sozialdemokratie bzw. die Kommunisten konnten keine geeignete Sprache und Programmatik entwickeln, die den Fragen des „flachen Landes", des Hinterlandes, der Kleinstädte und Dörfer entsprach. Der in der Nähe von Gerabronn aufwachsende Edwin Hoernle war einer der wenigen aus dem sozialistischen Lager, der aktiv die Landfrage aufgriff und provinzgerechte Antworten einforderte. Ob Weigand mit dem sozialistischen Wahlkandidat Wasserzieher sein Vorbild in dem aus Tauberbischofsheim stammenden SPD/USPD-Mitglied Hans Brümmer, dem späteren IG Metall-Vorsitzenden, gefunden hat? Wasserzieher gab ein Blättchen heraus, in dem er die Münchner Ereignisse und ihre Rückwirkung auf die Provinz interpretierte. Die Sozialdemokratie hätte Weigand lesen sollen und wichtige Anregungen für die Parteiarbeit in der Provinz gefunden!

 

In den Überarbeitungen des Frankenthalers ab 1924 übertrug Weigand seine Münchner Erfahrungen von 1918/1919, die sich in dem wüsten antisemitischen Machwerk „Die rote Flut" (im NSDAP-Eher Verlag veröffentlicht; wie Hitlers Mein Kampf!) austobten, auf die Frankenthaler, aber auch auf die beiden in den 1920er Jahren entstandenen Nachfolgebänden des Frankenthalers, „Die ewige Scholle", „Die Gärten Gottes", mit denen er Frankenthal in eine Blut-und-Boden-Triologie, in eine Volksvergemeinschaftung eingliederte, die „Volk ohne Raum"-Ideologie verkündete, zur Errichtung des „Dritten Reiches" aufrief, in dem der Landadel eine neue Rolle in der Provinz spielen sollte. Mit dem neuen Landadel als Landführer traf Weigand, der die „Hitlerbewegung" zum Beispiel im Roman „Helmhausen" begrüßte, allerdings nicht unbedingt die Intentionen der NSDAP, die sich für den ländlichen Raum zum Beispiel im „Dr.-Hellmuth-Plan zur Neuordnung des Gaues Mainfranken" manifestierten.

 

Wann begegnete Weigand Tauberbischofsheim? In Gissigheim aufgewachsen besuchte er nur die dörfliche Schule. Als der Gissigheimer Pfarrer Weigands sprachliche Begabungen entdeckte, unterrichtete er ihn in Latein. Mit 14 Jahren verließ er Gissigheim und ging wohl in Wertheim auf eine höhere Schule. Danach folgte ein Studium. Karl Hofmann, aus Boxberg stammend, berichtet, dass Weigand in Tauberbischofsheim sein Lehrer war. Weigand hatte wohl auch eine Lehrerstelle in Adelsheim. Der Lehrerberuf entsprach aber nicht den Plänen Weigands, den er zugunsten seiner Schriftstellerei aufgab. Weigand hatte also mindestens drei Kleinstädte intensiv durchlebt, was sich in seiner Schilderung des kleinstädtischen Alltages, in der Beschreibung z. B. des bizarren Schulkollegiums oder der hochnäsigen Beamtenschaft niederschlägt.

 

Die Frankenthaler erschienen in der 1. Auflage 1889 im Leipziger Verlag Elischer. Schon 1894 erschien eine Umarbeitung im Verlag Lukaschik, München. 1902 eine weitere Version im Verlag Georg Meyer, München. Wohl 1912 eine erneute Überarbeitung im renommierten Insel-Verlag, Leipzig (Eine weitere Auflage um 1919). 1924 finden sich die Frankenthaler in einer volksgemeinschaftlichen Überarbeitung wieder (Deutsche Buchgemeinschaft, Berlin). 1940 erfolgt eine weitere überarbeitete Auflage im Verlag Eugen Händle, Mühlacker. Zur Wehrertüchtigung sollten wohl die Frankenthaler mit einer Veröffentlichung 1943 in der Soldatenbücherei des Oberkommandos der Wehrmacht, Band 41 (Leipzig 1943) beitragen. Die letzte leicht überarbeitete Auflage legte 1949 der Deutsche Bücher-Bund (Düsseldorf) vor. Seitdem sind die Frankenthaler ein antiquarischer Fall.

 

Man wird Wilhelm Weigand nicht gerecht, wenn man in ihm nur den „Blut-und-Boden"-Schriftsteller sieht. Dazu ist sei Werk zu umfangreich, zu facettenreich. Dass sein umfangreiches Schaffen nicht deckungsgleich ist, nicht als einheitliches deutbar, ist vielfach verwundert bemerkt worden. Seine Essays zu Stendhal und Balzac, seine (zuletzt 1985 im Diogenes Verlag aufgelegte) Biographie über Michel de Montaigne kommen mit einem intellektuellen Esprit und mit virtuoser Verve daher, die seinen fränkischen Heimatromanen und –novellen leider vielfach abgehen. Seine Gedichte dagegen bleiben eher trivial und konventionell, seine Dramen sind für die Bühne wenig geeignet, dienen mehr als Lesestoff als zu einer Aufführung drängend. Allerdings, aufgemerkt! Ein kritischer Geist wie Hans Magnus Enzensberger, als Herausgeber „der anderen Bibliothek" nahm noch 1992 in einer Neuauflage der „Hellen Briefe" von Ferdinando Galiani und Louise d’Epinay Weigands Einleitung und Anmerkungen mit auf, was als eindeutiger Beleg für die literarischen Qualitäten von Weigand genommen werden darf. Der Mann konnte durchaus schreiben, intellektuell parlieren, ist leider im Spätherbst seines Schaffens zu scharf rechts abgebogen. Wilhelm Weigand ist generalisierend geurteilt ein Intellektueller, der seine ausufernde schriftstellerische Quantität nicht immer mit einer notwendigen Qualität verbinden konnte!

 

„Die Frankenthaler" gehören zu den Regionalromanen, Kleinstadtromanen, wenn auch nicht zu den kritischen wie z. B. „Bauern, Bonzen, Bomben" von Hans Fallada oder Leonhard Franks „Ochsenfurter Männerquartett". Dennoch sollten „Die Frankenthaler", zumindest die ersten Auflagen, nicht in der tauber-fränkischen Region in Vergessenheit geraten, sondern immer wieder zu einer lesenden, interpretierenden Auseinandersetzung aufrufen. Dass Wilhelm Weigand, als einfacher Bauernsohn sich wie Münchhausen aus dem Sumpf seiner Herkunft ziehen konnte, sich zum ersten Intellektuellen Tauber-Frankens entwickelte, sollte genug Anlass sein, sich mit ihm und seinem mehr als umfangreichen Werk zu beschäftigen, auch wenn er in Alterstorheit sich selbst im braunen Sumpf versenkte, nachhaltig seinen eigenen Ruf beschädigte und damit zu seiner heutigen Vergessenheit entscheidend beitrug.







Wilhelm Weigand: Die Frankenthaler. Roman. Commissions-Verlag von B. Elischer Nachf., Leipzig 1889.
 
Eine etwas herbe, wenn auch interessante und sehr nützliche Überraschung bietet eine nach Jahren erfolgloser Suche nicht besonders billig erstandene 1. Auflage von Wilhelm Weigands „Die Frankenthaler“, da diese radikale Revisionen bisherigen Verständnisses dieses Buches erfordert und damit einige, wichtige Schlüsse, Wertungen und Einsichten des Rezensenten radikal entwertet. „Die Frankenthaler“ wurden von den bisherigen Interpreten – den Rezensenten eingeschlossen – von späteren überarbeiteten Auflagen her erschlossen, allerdings in der Annahme, dass die seltene 1. Auflage im Grundsatz mit späteren Auflagen übereinstimmt. Das ist falsch. Die 1. Auflage unterscheidet sich wesentlich von den späteren Überarbeitungen, in denen Tauberbischofsheim heraus destillisiert werden kann. Das ist in der ersten Auflage überhaupt nicht der Fall! Die 1. Auflage ist deutlich und weitgehend Tauberbischofsheim fremd! Hat nur geringe, eher banale Vergleichspunkte, wenig Raum für Analogien. Diese ernüchternde Erfahrung ist den wenigen anderen wichtigen regionalen Frankenthaler-Rezensenten wie Hans-Dieter Schmidt, Franz Gehrig, Heinz Bischof erspart geblieben, da hier nur die späteren Überarbeitungen Grundlage von Besprechungen waren, die 1. Auflage wohl unbekannt war.
 
Die erste Auflage kann als der Ur-Frankenthaler bezeichnet werden. Die 3. Auflage zeigt ein völlig anderes Kleinstadtbild, hat nur noch wenig mit der 1. Auflage gemein. Die 2. Auflage ist dem Rezensenten noch unbekannt, harrt noch der weiteren Interpretation und möglichen Revision bisheriger Standpunkte und Einsichten. Dem Ur-Frankenthaler fehlt allerdings der erstaunliche Realismus, der sich beispielsweise in der Beschreibung der Frankenthaler Unterschichten und Proleten widerspiegelt, wenn auch dieser Realismus bezeichnenderweise größtenteils ein fiktiver war, da realiter in Tauberbischofsheim so zu dieser Zeit nicht vorhanden. Dem Ur-Frankenthaler fehlt also das, was die späteren Überarbeitungen so interessant macht. Aber er spiegelt die Kleinstädte unserer Region in ihrer durchdringenden Provinzialität dennoch exakter wieder, wenn auch der soziale Brennpunkt, das proletarische Element fehlt.
 
Schon die dritte Zeile des 1.Kapitels zeigt die Verortung Ur-Frankenthals im Maintal: „ … Bahnhof am Rande des Mains“. Eisenbahngeschichtlich bedeutsam ist der weitere Hinweis „ … denn die Stadt lag am Ende einer Zweigbahn und hatte erst vor Kurzem den Bau der Seitenlinie erlangt.“ Das könnte auf die Maintalkleinstädte unserer Region Miltenberg und Wertheim passen. Miltenberg erhielt im November 1876 eine Eisenbahnverbindung nach Aschaffenburg und war Endstation; im November 1880 wurde der Anschluß nach Amorbach hergestellt. Wertheim erhielt etwas früher als Endpunkt der Taubertalbahn im Oktober 1868 Verbindung. Beide Bahnhöfe liegen nahe des Mains, außerhalb des alten Stadtkernes. Tauberbischofsheim liegt mal nun nicht am Main, sondern an der Tauber. Zudem war Tauberbischofsheim nie Bahnhofsstation am Ende einer Zweigbahn. Als die Taubertalbahn 1866/67 im 1. Abschnitt eröffnet wurde, war die vorläufige Endstation Hochhausen, also ein Bahnhof weiter talabwärts.
 
Auf Seite 3 wird eine weitere eindeutige geographische Aussage zentral zur Ortsbestimmung: „ … den welligen Höhen des Odenwaldes, die hinter der Stadt sanft anstiegen und an deren saftgrünem Abhänge weiße Villen lagen …“. Das trifft vornehmlich auf Miltenberg zu, weiter gefasst auch auf Wertheim. Die Aussage „bewaldete Höhenmassen“ spricht auch mehr für Miltenberg. Dem Bahnhof Ur-Frankenthals schlossen sich direkt Gärten an, die die Stadt umgaben. An den Gärten standen Häuser vom Anfang des 19. Jahrhunderts sowie die damals in unserer Regionen modernen Villen aus rotem Sandstein. Über eine Landstrasse kam man zu den Befestigungswerken der Stadt. Der Bahnhof Wertheim ist allerdings noch durch die Tauber von der Altstadt getrennt – ein derart auffälliger Fluss, der zur Überquerung eine Brücke trägt, wird im Ur-Frankenthaler nicht genannt. Ebensowenig findet das den Bahnhof umlagernde neue Amtsviertel eine Erwähnung. Die andere Uferseite wird als abgeflachte beschrieben, was für beide Mainkleinstädte zutreffend ist. Ur-Frankenthal liegt an einer Biegung des Mains – sowohl in Wertheim als auch in Miltenberg zu finden. Der Rücken der Stadt lehnt sich an einen Abhang eines Berges, auf dem ein Wartturm steht. Der Berg im Rücken gehört zu diesen Kleinstädten, die Wertheimer Burg und die Mildenburg werden ausgeklammert, die Wertheimer Warte ist dem gegenüberliegenden Wartberg zugeeignet. Die Kastanienallee, mit „Seufzerallee“ benahmt, passt allerdings am besten zu den Tauberbischofsheimer Anlagen, auf den ehemaligen Wällen. Einer der wenigen Bezüge im Ur-Frankenthaler zu Tauberbischofsheim. Allerdings könnten auch die Baumpflanzungen am Mainufer in Wertheim und Miltenberg als Vorbild herhalten.
 
Ur-Frankenthal ist eine Reichsstadt, was weder Wertheim als Sitz der Grafschaft Wertheim oder Miltenberg als kurmainzische Amtsstadt je waren. Die Gründung Frankenthals soll auf Karl den Großen zurückgehen. Der Name der Stadt taucht erstmals in „fränkischen Urkunden“ (S. 17) auf. Das Reichsstadtrecht wurde Frankenthal von einem „Kaiser aus dem Geschlecht der Hohenstaufen“ (Seite 18) verliehen. Eine alte Römerstraße führte auf dem Rücken der Berge entlang. Die Römerstrasse spricht für Miltenberg, da dort zwei römische Kastelle waren. Die Gründung Wertheims dagegen ist eine Folge des Burgbaus der Wertheimer Grafen. Eine kleine antifränkische Bosheit erlaubt sich Weigand mit den Hinweis, dass durch „Handelsverbindungen mit Heilbronn und anderen Städten auch noch Schwabenblut in die blauen Adern der Patrizier gekommen war“ (S. 18). Der Weintransport der beiden Kleinstädte über den Main zog sich aber mehr in Richtung Frankfurt bzw. Mainz. Die Reichsstadt Frankenthal wurde von den Bischöfen von Würzburg und Mainz als die großen Territorialherren unseres Raumes mehrfach bestürmt, in Konflikte gezogen. Das passt nur zu Wertheim, als Sitz einer eigenen Grafschaft, während Miltenberg kurmainzische Amtsstadt war. Weigand erwähnt noch, dass Frankenthal nahe Frankfurt ist (Seite 20), was mehr in Richtung Miltenberg tendiert.
 
In Ur-Frankenthal wohnen Katholiken, Protestanten und Juden friedlich nebeneinander. Am Fronleichnamstag ist die Stadt mit Blumenteppichen geschmückt. Hat Weigand mit der Aufzählung der Religionszugehörigkeit auch eine Reihenfolge der Bevölkerungsanteile widergespiegelt? Dann wäre Ur-Frankenthal katholisch bemehrheitet, also hier Miltenberg gegenüber dem überwiegend protestantischen Wertheim bevorzugend. Die protestantische Kirche Ur-Frankenthals befindet sich im östlichen Teil dieser Kleinstadt, der sich an den Abhang des nahen Bergesschmiegt. Auch der östliche Stadtteil Ur-Frankenthals wird von einem Wall mit Baumreihen umformt, was aufgrund der engen Tallage auf Wertheim keinesfalls zutrifft. Der von Weigand geschilderte Fronleichnamszug zeigt soziale Unterschiede und die Trennungen der Teilnehmer nach Geschlecht, Alter, Rangfolge. Kritisch wird bemerkt, dass alle „einen gleichmäßigen Ernst zur Schau“ trugen, „als wenn sie eine längst gewohnte Amtspflicht erfüllten“ und von „einer wirklichen Andacht weit entfernt“ schienen (Seite 8). Weigand als Intellektueller hat eine kritische Distanz zu den religiösen Traditionen unserer Region und war als ein in Berlin bzw. in München wohnender auch nicht mehr in diese eingebunden. Er konnte also intellektuelle Vorteile gegenüber den ortsansässigen Heimatkundlern, zumeist Lehrer, ausspielen. Seit der Reformation ist Frankenthal religiös gespaltet, durchaus von innerstädtischen Konflikten gezeichnet, die erst mit dem Einzug der Schweden ein Ende fanden, da hier noch eine größere Schreckenszeit begann. Der Ruf „Der Schwede kommt!“ wurde in unserer katholischen Region noch Jahrhunderte lang von den Großmüttern weitergetragen.
 
Ur-Frankenthal ist auch eine Kleinstadt der Hexenverbrennungen. Hexen seien fast immer geständig gewesen und auch eine der letzten Hexenprozesse soll in dieser Stadt stattgefunden haben (Seite 26). In der Novelle „Die Hexe“ hat Weigand das Thema der Hexenverbrennungen in den Mittelpunkt genommen. Frankenthal ist in dieser Novelle durchaus Miltenberg zuordenbar. In Weinbaugegenden wie dem Main-Tauber-Raum wurden Frauen ziemlich schnell als Hexen für Fröste, schlechtes Wetter, die den Traubenertrag entscheidend minimieren konnten, verantwortlich gemacht.
 
Spuren in der Stadt und in der baulichen Architektur hat übermäßig und schwungvoll die Zeit des Rococo gehalten, was ein letztes Aufbäumen der Reichsstadt war, denn nach den Befreiungskriegen (Napoleonische Kriege) versank Frankenthal in ein stilles Dasein (Seite 30). Gründe werden allerdings nicht genannt, warum diese kleinstädtische Reichsstadt in den Jahrzehnten der Industrialisierung und Modernisierung Deutschlands im 19. Jahrhundert zurückblieb, zur Kleinstadt, zur Pittoreske in der Provinz wurde, keine Industrie und außer dem Bahnhof und Rathaus keine weiteren Funktions- bzw. Amtsgebäude der Gründerjahre aufwies. Auch die Patrizier und „edlen Bürger“ (Seite 31) von Ur-Frankenthal lebten im19. Jahrhundert nur noch von ihrem Besitz, bauten sich Villen am Stadtrand, aber zeigen im Ur-Frankenthaler keine Initiativen, keine Maßnahmen zur Industrialisierung dieser Kleinstadt. Ur-Frankenthal war ungleichzeitig zur städtischen Entwicklung Deutschlands, nicht nur im Wirtschaftlichen, auch im Zeitgeist, in der Mode: „Zu den Eigentümlichkeiten Frankenthals gehörte es, dass der Zeitgeist immer verspätet ankam, um mindestens ein Dutzend Jahre, sodass man im Bannkreis der Stadt alte Moden, die längst ausgetragen, sehen und alte Bücher finden konnte, welche als Modeerzeugnisse Niemand mehr im Reiche las.“ (Seite 35)
 
Das Rathaus von Ur-Frankenthal ist dem von Tauberbischofsheim größtenteils nachgezeichnet. „Das Rathhaus war ein schönes Gebäude in gothischem Stile, aus rothen Sandsteinen erbaut, das die eine Seite des kleinen Marktplatzes einnahm und mit seinen Bogenfenstern, deren obere Fenster in buntem Farbenspiele leuchteten, ein vornehmes Aussehen hatte. Das ganze zweite Stockwerk nahm ein Saal ein, der zu allerlei Festlichkeiten diente …“ (Seite 311). Das Tauberbischofsheimer Rathaus, 1865-1867 in neugotischer Bauweise errichtet ist eindeutig das Vorbild, denn auch wegen des Baus des Ur-Frankenthaler Rathauses lag „eine Schuldenlast auf der Stadt“ (Seite 312). Den Tauberbischofsheimer Marktplatz ziert zudem eine Kapelle, die Liobakirche, die allerdings in Tauberbischofsheim die dem Rathaus gegenüberliegende Marktplatzseite einnimmt, nicht wie im Ur-Frankenthaler links vom Rathaus stand.
 
Das Frankenthal der 1. Auflage ist auch eine Kleinstadt des Weines, aber eher im Nebenbei. Die Bedeutung des Weinanbaus für diese Kleinstadt, die aktuelle Situation wird nicht ausgeführt. Die Weinberge liegen weiter außerhalb, an einer Biegung des Flusses, „an den breiten Abhängen gegen Norden“ (S. 173). Das kommt den Weinberglagen Wertheims, dessen Wein schon Goethe bevorzugte, entgegen. Die Tauberbischofsheimer Weinberge liegen aufgrund des aufgeweiteten Talgrundes der Tauber weiter vom Fluss entfernt.
 
Der Arzt Merkel ist eine Konstante in allen Auflagen und Überarbeitungen des Frankenthalers, auch wenn sich sein Name von Heinrich zu Joseph wandelte. Allerdings ist der Heinrich Merkel der 1. Auflage eher ein Mann ohne Eigenschaften, wenn man von seinem ärztlichen Hilfeethos den Menschen zu helfen absieht. Er bekennt, „dass er gar keine politischen Ansichten habe“ (Seite 55), während der Merkel der späteren Jahre voll Reformeifers der bäuerlichen Landwirtschaft ist, in späteren Überarbeitungen sich von der „Scholle“-Ideologie den Ideen von Volk ohne Raum und Herstellung einer Volksgemeinschaft nähert, als Wegbereiter des Dritten Reiches gesehen werden kann. In der 1. Auflage ist seine Herkunft verändert. Er ist Sohn eines ehemaligen Frankenthaler Amtmannes, aus Bad Mergentheim stammend, hat in Heidelberg studiert. Der Merkel der späteren Überarbeitungen stammt hingegen aus kleinen bäuerlichen Verhältnissen, kennt insofern Land und Leute, während dem Ur-Merkel das Bäuerliche völlig abgeht. Als Liebhaber kommt er allerdings wie in den späteren Auflagen nicht zum Zuge.
 
Die bei Weigand überbetonte Rolle des Adels ist im Ur-Frankenthaler eher noch bescheiden angelegt. Georg von Strammberg, ein Sohn eines Frankfurter Finanziers, wohnt in Frankenthal bei seiner Tante zur Selbstfindung seines zukünftigen Lebensweges. Von Strammberg ist eher episodenhaft angelegt, ohne den Landreformgedanken eines Georg von Büttners. Weigand hat sich noch nicht mit der Ideologie eines neuen Landadels vollgesogen, auch wenn aristokratische Überhebung, der Weigand unterliegt, sich auch schon in der 1. Auflage anklingt: „Die Natur braucht Jahrhunderte, bis sie einen Typus wie mich erzeugt. Alles drängt nach der Aristokratie, die ich, nebenbei bemerkt, verachte, wenn sie das Leben nicht fein gestalten kann“ (Seite 192). Georg von Strammberg nimmt den ländlichen Raum, die Bauern nur aus der Herrenreiterperspektive wahr, der zwar gern das Gespräch mit Landleuten sucht, aber mehr auf Amüsement aus ist, kein weiteres Eingehen auf die Situation der Bauern und die Veränderung, Verbesserung deren ärmlicher Lebensverhältnisse sucht.
 
Eine weitere Konstante in den verschiedenen Frankenthaler Überarbeitungen sind zwei Frankenthaler Patrizierfamilien, die der Vollraths und der Bemmrich, in den späteren Auflagen Gramlich getauft. Allerdings ist im Ur-Frankenthaler der Patrizier und ehemalige Weinhändler Bemmrich kein Initiator und Aktionär einer Papierfabrik, was neben den Industrialisierungsfolgen auch die sozialen Spannungen unter den Frankenthaler Proleten hervorruft. Die Unterschicht Frankenthals kommt im Ur-Frankenthaler nur am Rande, folkloristisch gezeichnet vor, kann die eigentliche soziale Bedeutung und Rolle in diesem Buch nicht tragen, die die späteren Auflagen interessant und sozial unterschiedlich brisant für eine Kleinstadt machen. Der Patrizier Bemmrich ist im Ur-Frankenthaler agil, jovial, lacht über seine eigene Scherze am meisten, versucht sein Sozialimage in Frankenthal zu steigern, beispielsweise mit Ausgrabungen von Hünengräber. Der Ur-Frankenthaler bleibt im Bereich der „besseren“ Frankenthaler, der Oberschicht, mit Musikabend, Waldfesten, Bühnenaufführungen. Der Ur-Frankenthaler bestätigt eher die in Modernisierungszeiten zurückgebliebene Kleinstadtidylle, wenn auch Kritisches einfließt, kleinere Katastrophen wie die jährliche Mainüberflutungen oder ein Hausbrand eintreten. Dennoch ist der Ur-Frankenthaler eher ein Roman ohne Botschaft, der ein Bild einer main-tauberfränkischen Kleinstadt um 1889 weichzeichnet, soziale Fragen ausklammert. Das hat Weigand in den späteren Überarbeitungen versucht, wenn auch auf immer mehr verunglückende Weise.



 

 

Eine Sammlung von Besprechungen der verschiedenen Frankenthaler-Überarbeitungen Weigands sowie von Arbeiten von regionalen Autoren, die sich mit den Frankenthaler auseinandersetzen, findet sich unter:

 

http://www.traumaland.de/downloads/diefrankenthaler.pdf